Obere Reihe von links: Alain Kunz, Pius Kappeler, Ezio Curnis, Turhan Demiray, Oliver Meyer, Stefano Neri (Spielertrainer), Alberto Romero, Salvatore Loi
Untere Reihe von links: Oliver Grünberg, Peter Künzler, Sebastian Harms Philipp Tuor, Thomas Meier (Goalie-Model), Roberto Calcagni (Captain), Hicham Bahi, Michel Muhl (Team Manager)
Nicht auf dem Bild (in alphabetischer Reihenfolge): Eric Bättig, Philip Cohen, Andreas Gassmann, Paolo Malinverno, Marcel Schneider (der echte Goalie), Donald Schnyder, Christian Schwab, Ronald Stam, Cyril Steffen, Tom Heilmann
20. Juni 2009
FC Hellas – FC Seefeld 4:5
Sieg! Aufstieg! Promotion wir kommen!
Die Senioren haben es geschafft! Gruppensieg! Der sofortige Wiederaufstieg in die Promotionsklasse hing zuletzt jedoch an einem seidenen Faden.
Die Aufgabe schien lösbar. Ein Sieg musste her beim Tabellenletzten. Umso mehr, als der FC Hellas bisher gerade mal einen einzigen mageren Punkt auf seinem Konto hatte. Wer nun dachte, das werde für die Seefeld Senioren zum triumphalen Spaziergang, sah sich getäuscht. Konnte der frühe Führungstreffer der Hellenen noch als verzeihlicher Ausrutscher verstanden werden, zeigte sich schon bald, dass die Nervosität in dieser Partie ständiger Begleiter der Seefelder Mannen bleiben sollte.
Die Nerven als Beinahe-Spielverderber
Daran änderte sich auch nichts, als Ezio Curnis bereits in der 10. Minute in seiner unnachahmlichen Art den Ball über die Linie spitzelte. Und auch nicht nach 20 Minuten als Hicham Bahi, der mehr und mehr zum Goalgetter mutiert, hochstieg und zwischen die Beine des um einen Tick zu spät reagierenden Gästekeepers köpfte. Zwar spielten sich unsere Senioren danach zwischenzeitlich in einen leider allzu leichten Spielrausch. Zu erwähnen sind ein satter Freistoss von Captain Roberto Calcagni, der nur knapp am Pfosten vorbei strich, ein schulbuchmässiger Kopfball Hicham Bahis, den der Gästegoalie mit einem mirakulösen Plongeon neutralisierte, sowie eine fulminante Direktabnahme von Philip Cohen knapp über die Latte.
Zwischenzeitlicher Ausgleich
Die „Griechen“ machten allerdings keinerlei Anstalten, sich wie Lämmer auf die Schlachtbank führen zu lassen. Ganz im Gegenteil. Verstärkt mit ein paar Cracks aus ihrem 3.-Liga-Team, die kaum das zarte Alter der seniorentauglichen 32 Lenze erreicht hatten, wehrten sich nach Kräften. Für die überraschende Stärke mochte wohl auch die eine oder andere Flasche Ouzo, Rezina oder Metaxa eine Rolle gespielt haben, die von Verfolger Italo Stauffacher bei einem Sieg in Aussicht gestellt hätte werden sein können. Auf alle Fälle hiess es plötzlich 2:2. Nach einem dummen Foul an der Strafraumgrenze zirkelte ein hellenischer Ballkünstler das runde Leder um die Mauer unhaltbar ins Netz.
Exkurs: Verdankenswerterweise stellte sich wiederum Leibchensponsor Eric Bättig als Aushilfstorwart zwischen die Pfosten. Dafür ein dreifaches hipp, hipp, hurra! Leider zeigte sich in diesem Spiel – siehe den weiteren Verlauf – jedoch wieder einmal mit aller Deutlichkeit, dass ohne gelernten Goalie auch bei den Senioren und selbst gegen einen spielerisch beschränkten Gegner kein souveräner Sieg zu erzielen ist. Leider steht uns unser etatmässiger Keeper Marcel Schneider dauerverletzungsbedingt nie mehr zur Verfügung. Deshalb der dringende Aufruf an alle: Wer kennt einen fitten, guten, mutigen, sozialkompetenten und fröhlichen Torwart für unsere Senioren. Sachdienliche Hinweise und konkrete Angebot bitte an Stefano Neri (stefano.neri@macjames.ch) – mit grossem Dank des ganzen Teams.
Knappe Halbzeitführung
Als alle bereits an den Pausentee dachten, gelang Seefeld die erneute Führung. Nach einem gekonnten Lupfer von Ezio Curnis über die Abwehr hinweg stand Ronald Stam ziemlich allein vor dem Tor. Der Ball hüpfte, Ronald wartete, der Ball hüpfte, Ronald wartete, der Ball … endlich – die Zuschauer an der Seitenlinie waren der Verzweiflung nahe – drosch er das Leder zum 3:2 in die Maschen. Damit schienen die Seefelder Senioren endlich auf den glorreichen Pfad des Erfolgs eingeschwenkt zu sein. Umso mehr, als ihnen kurz nach der Pause eine Tordoublette zum vermeintlich beruhigenden Dreitorevorsprung gelang. Zuerst fasste sich Mittelfeldstratege Alberto Romero ein Herz, umkurvte mindesten drei Gegenspieler und schloss wuchtig ab. Danach spielten sich Hicham Bahi, Michel Muhl und Turhan Demiray gekonnt durchs Mittelfeld – welch eine Qualität der Pässe! – mit anschliessender Kreuzflanke auf Alberto Romero. Der legte für Ezio Curnis auf – 5:2.
Zittern bis zuletzt
Als Oliver Meyer zwischenzeitlich den Ball auch noch an den Pfosten hämmerte schein der Aufstieg nur noch eine Frage der Zeit. Doch weit gefehlt. Wie aus heiterem Himmel fiel 20 Minuten vor Schluss der Anschlusstreffer. Jetzt hatte Hellas Lunte gerochen. Fortan versuchten sie es mit Schüssen aus allen Lagen. In der Hoffnung, dass unser Aushilfskeeper einmal daneben langt. Das geschah denn auch prompt nach einem fulminanten Freistoss aus gut und gern 30 Metern. Zu allem Unglück rutschte Erich Bättig aus: 5:4. Nun begann das grosse Bangen und Zittern. Selbst Spielertrainer Stefano Neri, der sich zehn Minuten vor Schluss einwechselte, konnte die Jungs nicht mehr beruhigen. Ganz im Gegenteil: Kaum auf dem Spielfeld, musste er es mit schmerzverzerrtem Gesicht wieder verlassen. Erste Diagnose: Schwere Oberschenkelzerrung. Gute Besserung.
Endlich! Der tadellose Unparteiische pfiff ab. Geschafft! Gruppensieg. Aufstieg. Jubel allenthalben und Erleichterung. Gratulation an alle und grosser Dank an Stefano Neri und Team Manager Michel „Doodle“ Muhl.
Unsere letzte Aufstellung: Eric Bättig; Alain Kunz (ab 70. Stefano Neri), Pius Kappeler, Roberto Calcagni, Michel Muhl; Ronald Stam (ab 41. Turhan Demiray), Hicham Bahi, Alberto Romero, Oliver Meyer; Ezio Curnis, Philip Cohen (ab 60. Peter Künzli)
Sonst noch im Kader, jedoch verletzt, verhindert oder kein Platz im Aufgebot: Oliver Grünberg, Sebastian Harms, Salvatore Loi, Paulo Malinverno, Thomas Meier, Marcel Schneider, Donald Schnyder, Cyril Steffen, Christian Schwab, Philipp Tuor