| Spielort: Sportanlage Lengg, Dauerregen; gutes Terrain;
Zuschauer: 150 ; die Hälfte davon lautstarke, faire Kreuzlinger-Fans;
Schiedsrichter: Frau Esther Staubli ;
Aufstellungen :
Seefeld: Cardoso; Bogdanovic (ab 63. Minute Costa)-Mioc - Ibrulj - Grimm ; Constancio - Hohmann (ab 89. Dugandzic) - von Aarburg - Rudin; Avdija (ab 73. Minute Toma) - Sisic ; Abwesende: Varrone - Ramondetta - N. Thoma (alle verletzt);
Kreuzlingen: Meier ; Velickovic - Pajaziti - Häni - Kaasseckert; Quentmeier - Alves - Oergel ; Bajkusa (72. Kokai) ; Santabarbara - Miljic;
Torschützen: 30. Minute 0:1 Santabarbara ; 36. Constantio 1:1 ; 93. Oergel 1:2 ;
Sanktionen: Verwarnung von von Aarburg 49. und Alves 50. Minute, beide Foulspiel.
Die 1. Halbzeit begann sehr animiert, weil beide Mannschaften von Anfang offensiv agierten. Bereits in der 2. Minute konnte Avdija nach einem bösen Stellungsfehler der Kreuzlinger-Abwehr alleine auf Torhüter Meier zulaufen, doch dieser warf sich in den Schuss und konnte in Corner ablenken. Das abwechslungsreiche Spiel brachte vor beiden Toren gute Torszenen, doch konnten die Hintermannschaften immer wieder im letzten Moment befreien. In der 15. und 16. Minute hatte Seefeld zwei gute Möglichkeiten. Zuerst hielt Meier einen Schuss von Constantio und dann flog ein Scharfschuss von Avdija vom Pfosten ins Feld zurück. In der 29. Minute spielte sich Sisic solo durch die gegnerische Abwehr, sein Schuss prallte am Torhüter ab, doch war kein Seefeld-Stürmer in die Spitze mitgelaufen um zu erben. In der 30. Minute ging Kreuzlingen nach einem abgefälschten Schuss von Santabarbara überraschend 0:1 in Führung. In der 31. Minute schoss Seefeld das Ausgleichstor, doch wurde es wegen Offside nicht anerkannt. In der 33. Minute schoss Oergel nach einem Solo nur knapp darüber. In der 36. Minute erzielte Constantio den verdienten 1:1 Ausgleich. In der 43. Minute aberkannte die Schiedsrichterin ein weiteres Tor von Seefeld wiederum wegen Offside.
Zur 2. Halbzeit traten beide Teams mit den gleichen Teams an. Auch in der 2. Halbzeit spielten beide Teams wie schon in der spielerisch guten 1. Halbzeit wieder nach vorne. In der 50. Minute führte eine schöne Ballstaffette von von Aarburg über Rudin zu Constantio, doch dessen Schuss landete leider am Pfosten. Das Spiel wurde nun laufend härter geführt und verschiedentlich mussten Spieler beider Teams kurz gepflegt werden. In der 63. Minute musste der angeschlagene Bogdanovic durch Costa ersetzt werden. Zwischen der 60. und 70. Minute hatte Kreuzlingen zwei gute Chancen, um in Führung zu gehen. Seefeld verlor in dieser Phase mehr und mehr die spielerische Linie. Einige Spieler zeigten vom harten Kampf gezeichnet, Ermüdungserscheinungen und das kontinuierlich mit langen Bällen aus der eigenen Verteidigung überspielte Mittelfeld war so auch nicht mehr in der Lage, das Spiel mit einfachen Pässen zu beruhigen und den Ball in den eigenen Reihen zu halten. So kam es schlussendlich, dass Kreuzlingen in der 93. Minuten im Kick an Rush durch Oergel mit einer Flanke aus rund 25 m von der Outlinie, die sich über den zuweit vorne postierten Cardoso in die linke obere Ecke senkte, 1:2 gewann.
Schlusskommentar: Unsere junge Mannschaft hat gegen den spielstarken Tabellenzweiten Kreuzlingen aufopfernd gekämpft und in der letzten Spielminute unverdient verloren. In einer auch spielerisch guten 1. Halbzeit, an der alle Zuschauer ihre Freude hatten, hat Seefeld wie schon so oft in den letzten Spielen, die sich ihnen bietenden Chancen nicht ausgenützt und am Schluss unglücklich verloren. Schade ! Trotzdem stellen sich dem Berichterstatter nach dem Spiel einige Fragen an die Trainer-Crew: Sind die von den Abwehrspielern verlangten weiten Befreiungsschläge auf die eigenen Sturmspitzen wirklich sinnvoll ? Wenn man auf der Bank mehrere frische Spieler hat - sogar einen Mittelfeldspieler - warum wartet man mit der Auswechslung eines abgekämpften und sprichwörtlich auf dem Zahnfleich gehenden Mittelfeldspielers bis in die 89. Minute ? Ich verlange vom Trainer keine Rechenschaft, aber die Fragen musste ich heute einfach einmal stellen. Sorry.
Kurt Meister, 1. Mai 2010 |